Jugendbücher

Sabine Kalwitzki: Dem Geheimnis auf der Spur

Caro ist ein Mädchen, das mit ihrer Familie auf‘s Land ziehen musste. Ihr Vater arbeitet als Kriminalkomissar. Als der Vater eines Abends von der Arbeit nach Hause kommt, erzählt er seiner Frau und Caro, dass er einen neuen Fall hat. Caro, Paul und der Polizeihund Benno lösen den Fall.

Ich fand das Buch sehr spannend. Wenn ihr mehr wissen wollt, dann lest es!

 

ISBN: 978-3401702308 / Preis? / Arena / ab 6 Jahren / 152 Seiten / mit Illustrationen von Christian Zimmer

Von Nassrin (9 Jahre)

(Die Lesetipps wurden von Besuchern der Stadtteilbücherei Mettenhof verfasst)

(c) Cover: Arena Verlag

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André Minninger: Die Drei ??? Bd. 191: Die Drei ??? und die Zeitreisende

Vor über 30 Jahren sind Quentin Kurtz und seine 12-jährige Tochter Aurora verschwunden. Mutter und Ehefrau der beiden, die Schauspielerin Mrs. Pixi, behauptete damals, dass die beiden in der Zeit gereist sind. Nun behauptet sie, ihre Tochter gesehen zu haben und sie war noch ein Kind.

Die Drei ??? waren bei einer Theateraufführung der Schauspielerin dabei. In der Zeitung war nach der Aufführung ein Bild von den Zuschauern: darunter auch Aurora. Da Die Drei ??? ein Kindheitsfoto von Aurora gesehen haben, wunderten sie sich und fingen an zu ermitteln.

Wir würden das Buch weiterempfehlen, da es spannend ist und man sich viele Gedanken darüber macht, wie das möglich ist. Der Schluss ist sehr rätselhaft. Ein tolles Buch!

 

ISBN: 978-3440148358 / 8,99 Euro / Franckh Kosmos Verlag / ab 10 Jahren / 144 Seiten

Von Sidra (12 Jahre) und Rayan (11 Jahre)

(Die Lesetipps von Besuchern der Stadtteilbücherei Mettenhof verfasst)

(c) Cover: Arena Verlag / Silvia Christoph

 

Kathy Parks: Echt mieser Zufall – oder wie ich einen Kuss wollte und beinahe dabei drauf ging

Nachdem Denver uneingeladen auf eine illegale Party gegangen war, auf der sie fast ihren ersten Kuss erlebte, findet sie sich auf einem kleinen Rettungsboot mitten auf dem Meer wieder. Eine Riesenwelle hatte die Küste von Los Angeles überrollt und Denver und vier Mitschüler müssen nun um ihr Leben kämpfen. Klingt mies?

Es kommt noch besser, denn bei den Mitschülern handelt es sich ausgerechnet um die Coolsten und Beliebtesten aus Denvers Schule, und für die steht Denver ganz unten in der hierarchischen Hackordnung. Darunter auch Denvers exbeste Freundin Abigail, die Denver seit jeher das Leben zur Hölle macht. Die anderen Partygäste sind mit großer Sicherheit tot und so fängt für alle der nackte Kampf ums Überleben an.

Das Buch ist mit sehr viel Selbstironie, Sarkasmus und Humor geschrieben und erinnert mich an eine Mischung aus „Gossip Girl“ und „Schiffbruch mit Tiger“.

Für alle, die auf schwarzen Humor stehen, auf jeden Fall genau das Richtige.

 

ISBN 978-3-401-60249-3 /14,99€ / Arena / ab 14 Jahre/ 328 Seiten / Aus dem Englischen von Bea Reiter

Von Emma Michaelsen (18 Jahre)

(c) Cover: Arena Verlag

Claudia Pietschmann: Cloud

Seit Emmas kleiner Bruder vor wenigen Monaten gestorben ist, hat sie das Gefühl, sich niemandem mehr anvertrauen zu können. Zu diesem Zeitpunkt tritt, via Internet, der charmante und einfühlsame Paul in ihr Leben. Paul versteht sie wie kein anderer und das, obwohl sie sich noch nie getroffen haben. Emma erzählt Paul bereitwillig alles, lässt ihn an ihrem Leben teilhaben und verliebt sich in ihn. Doch bald schon wird Emma skeptisch, denn da sind Sachen, die irgendwie komisch an Paul sind, wie zum Beispiel, dass er noch nie von Spotify gehört hat, berühmte Sänger nicht kennt und sie für ihn das einzige Fenster zur Welt zu sein scheint. Auch ihrem Wunsch nach einem Treffen, weicht er mehrmals aus. Bald schon stellen sich Emma die Fragen, ob Paul wirklich der ist, der er zu sein vorgibt, und ob er überhaupt existiert.

Am Anfang des Buches verlief die Geschichte noch etwas schleppend, wurde aber zum Ende hin spannender. Gestört hat mich, dass viele Geschehnisse und Probleme nur oberflächlich umrissen und gelöst werden. Auch scheint mir die ganze Sache mit Paul viel zu schnell verlaufen zu sein, da Emma schon nach den ersten paar Chats schon das Gefühl hat, eine tiefere Verbindung zu Paul zu haben und ihn zu lieben. Außerdem macht Emma sich viel zu wenig Gedanken, dass Paul nicht der sein könnte, der er zu sein vorgibt. Allerdings finde ich die Idee von Pauls Geheimnis und der Grundlage des Buches ziemlich interessant.

 

ISBN: 978-3401603490 / 15 Euro / Arena / ab 12 Jahren / 368 Seiten

Von Emma Michaelsen (18 Jahre)

Michael Gruenbaum: Wir sind die Adler – Eine Kindheit in Theresienstadt

Mischa spielt lieber Fußball, als auf seiner Geige zu üben, und geht liebend gerne mit seinem Vater an der Moldau spazieren. Seine Familie lebt in einer Stadtwohnung in Prag, und, weil sein Vater ein erfolgreicher Anwalt ist, können sie sich sogar ein Kindermädchen leisten.

Als die Wehrmacht im Jahr 1939 in Prag einmarschiert, ändert sein Leben sich schlagartig, denn seine Familie ist jüdischen Glaubens. Nachdem die Familie nach zahlreichen neuen Gesetzen gegen die Juden sogar aus ihrer Wohnung raus muss, landen sie im Prager Ghetto und werden im Jahr 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Dort schläft Mischa mit 40 anderen Jungen in einem Schlafsaal. Mit ihnen spielt er wieder Fußball und wird heimlich von dem älteren Jungen Franta unterrichtet. Doch all das kann nicht die Angst vor den Zügen wegnehmen, die regelmäßig zu einem Ort namens Auschwitz fahren…

„Wir sind die Adler“ ist ein biografischer Roman und erzählt aus dem wahren Leben von Michael „Mischa“ Gruenbaum. Er hat dieses Buch geschrieben, um Jugendliche an die Thematik der Judenverfolgung, der Ghettos, der Deportationen, der KZs und letztendlich des Todes heranzuführen. Und das hat man auch gemerkt. Da das Buch aus der Perspektive eines anfänglich 8-jährigen Jungen erzählt wird, hat es eine kindliche, von der Sprache her sehr einfache Erzählweise. Doch obwohl mich das zu Anfang eher genervt hat, hat es diesen Roman im Endeffekt besonders spannend gemacht. Ein Kind beobachtet erlebte Dinge ganz anders und schildert sie mit viel mehr Emotionen und aus einem ganz anderen Blickwinkel. Durch die ungefilterte Wahrnehmung wirken viele Dinge noch viel grausamer, ohne zu grafisch zu werden und das macht es besonders interessant.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich „Wir sind die Adler“ besonders für Jugendliche empfehlen würde, da es den Fakten aus dem Geschichtsunterricht ein Gesicht gibt und bestimmt viele, genauso wie mich, beeindrucken und berühren wird.

ISBN: 978-3499218071 / 9,99 Euro / Rowohlt Taschenbuch / ab 13 Jahren / 352 Seiten / Aus dem Englischen von Jan Möller

Von Anne Bachmann (16 Jahre)

Meredith Russo: Als ich Amanda wurde

Ist Amanda ein Mädchen oder doch ein Junge?

Ein Mädchen! Da ist sich Amanda zu 100 Prozent sicher, obwohl sie ursprünglich als Andrew geboren wurde. Aufgrund ihrer persönlichen Geschichte gehört sie in ihrer kleinen Heimatsstadt im Süden der USA zu den gesellschaftlich Aussätzigen. In der Schule wird sie gemobbt und auch vor körperlicher Gewalt schrecken ihre Mitschüler nicht zurück.

Nach einem besonders schlimmen Vorfall beschließt Amanda zu ihrem Vater zu ziehen, um ein neues Leben als Amanda anzufangen. Niemand darf erfahren, dass sie nicht immer Amanda gewesen ist. Schon bald findet sie die ersten Freunde und verliebt sich außerdem. Alles scheint perfekt zu sein, wäre da nicht das große Geheimnis, dass Amanda mit sich herumträgt.

Dieses Buch bringt das Thema Transgender näher und handelt von Liebe, Freundschaft, der Wahrheit und dem eigenen Selbstbewusstsein.

Ich fand es wunderschön zu lesen und auch der Schreibstil hat mir gefallen.

 

Dtv/ ISBN 978-3-423-71749-6 / 10,95 € / dtv / ab 14 Jahren / 301 Seiten / Aus dem Englischen von Barbara Lehnerer

Von Emma Michaelsen (18 Jahre)

Ursula Poznanski: „Erebos“ und „Elanus“

„Erebos“

Erebos ist ein Computerspiel, das man nicht legal herunterladen kann. Hinter vorgehaltener Hand geht es an einer Londoner Schule seine Runde. Man hat nur eine Chance es zu spielen und darf unter keinen Umständen mit jemandem darüber sprechen.

Auf irritierende Weise lässt das Spiel die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Denn die im Spiel gestellten Aufgaben muss man in der Realität erfüllen. Und Erebos entgeht nichts.

Nick, der anfängt das Spiel zu spielen, ist sofort fasziniert. Jedenfalls so lange bis ihm das Spiel befiehlt, einen Menschen umzubringen.

Ein unheimlich spannender Thriller, der sich in zwei Welten aufbaut: der Realität und dem Spiel. Eine Story, die auch diejenigen packt, die mit Computerspielen gar nichts zu tun haben.

 

ISBN: 978-3785573617 / 9,95 € / Loewe / ab 12 Jahren / 488 Seiten

 

„Elanus“

Jonas hat es nicht so mit sozialen Kontakten. Dafür ist er ein Genie, fasziniert von seinem Forschungsprojekt und bereits mit siebzehn Jahren durch ein Stipendium an einer Eliteuni angenommen worden. Seine Liebe gilt seiner selbstgebauten Drohne „Elanus“, mit der er seine Mitmenschen ausspionieren kann.

Anfangs fliegt er nur den Mädchen hinterher, aber dann sieht er durch Zufall etwas, was lieber unentdeckt geblieben wäre. Und mit einem Mal muss er sich fragen, wem er vertrauen kann. Denn er steckt in tödlicher Gefahr.

Ein packender Thriller, der jedoch anfangs etwas lahm daher kommt, da man mit dem arroganten Protagonisten nicht unbedingt sympathisiert. Dadurch empfindet man seine vorlaute und teils idiotische Art als sehr anstrengend. Im Lauf des Buches stellt sich sein Charakterzug allerdings als sehr nützlich heraus und ich kann ein spannendes Ende versprechen.

 

ISBN-13: 978-3743200111 / 9,95 € / Loewe / ab 14 Jahren / 416 Seiten

Beide Empfehlungen von Meret Raudonat (19 Jahre)